
Warum Ihre Infrarotheizungen ständig zu Kurzschlüssen neigen – und wie man das verhindert
Die ehrliche Wahrheit ist: Die meisten wasserdichten Infrarot-Tischheizungen versagen an derselben Stelle. Es handelt sich dabei immer um die kleine Verbindungsstelle, an der das Leitungsdraht mit dem Heizelement zusammenkommt.
Das passiert, weil hohe Temperaturen extrem belastend sind. Die üblichen Dichtstoffe – also die Stoffe, die dazu dienen, die Drähte abzudichten – neigen dazu, bei hohen Temperaturen zu schrumpfen oder Risse zu bekommen. Sobald diese Dichtung beschädigt wird, kann Feuchtigkeit eindringen. Dadurch kommt es zur Oxidation, die Isolierung versagt – und schon entsteht ein Kurzschluss.
Die „Spezifikations-Falle“
Ich habe viele Heizungen gesehen, die auf dem Papier identisch aussehen: gleiche Leistung, gleicher Durchmesser, gleicher Preis. Doch eine davon hält Jahre lang, während die andere bereits nach drei Monaten kaputtgeht.
Das Geheimnis liegt in der Dichtung. Billige Geräte verwenden einfaches Silikon als Dichtstoff. Das Problem: Dieser Stoff zerstört sich, wenn die Heizung ständig zwischen kalten und extrem heißen Temperaturen wechselt. Wir verwenden stattdessen Industriedichtstoffe, die auch bei wiederholten Temperaturwechseln weiterhin ihre Funktion erfüllen.
Wenn man einen Dichtstoff verwendet, der der Hitze nicht standhalten kann, wird dieser verkohlt. Da Kohlenstoff Strom leitet, entsteht so eine „Brücke“, über die der Strom fließen kann. So entsteht ein Kurzschluss.
Der Kampf gegen Abnutzung
Die Leitungsdrähte werden stark beansprucht. Sie dehnen und ziehen sich ständig zusammen – dadurch entsteht viel physikalischer Stress auf der Dichtstelle. Wenn die Verbindung zwischen dem Quarztubus und den Leitungsdrähten nicht perfekt ist, ziehen sich die Drähte irgendwann von der Dichtung weg. Wir achten sehr genau darauf, dass es keine Luftblasen gibt. Warum? Weil Luftblasen Hotspots erzeugen, und diese wiederum die Isolierung der Drähte schnell zerstören.
Ein kurzer Rat
Es gibt hier ein Gegenübergewicht: Eine wirklich starke Dichtung macht die Leitungsdrähte etwas steifer. Sie sind zwar widerstandsfähiger, aber sie lassen sich nicht so leicht biegen. Wenn man versucht, die Drähte in einer scharfen Ecke direkt an der Dichtstelle zu biegen, kann die Dichtung beschädigt werden. Um das zu vermeiden, sollte man dafür sorgen, dass die Drähte etwas Spiel haben. So kann die hochwertige Dichtung ihre Funktion lange Zeit erfüllen.