
Im Produktionsprozess geht es nicht darum, die Wärme zu maximieren – vielmehr muss die Wärme auf das Glas übertragen werden, damit dieses flach bleibt und weiterverarbeitet werden kann. Wenn die Solarbeschichtungen feucht bleiben oder ungleichmäßig austrocknen, entstehen Trübungen, Probleme mit der Haftung sowie Ausschuss, was wiederum zu Fehlern in der Produktion führt. Wir haben unseren Trockner für Solarglass so konstruiert, dass diese Unregelmäßigkeiten beseitigt werden und ein konstantes Temperaturprofil gewährleistet wird – Schicht für Schicht.
Was wirklich wichtig ist
In unserem modularen Trockner werden Near-Infrarot-Emitter eingesetzt, die die Beschichtung direkt erhitzen – nicht das gesamte Glas. Dadurch wird eine schnelle Reaktionszeit erreicht – innerhalb von weniger als einer Sekunde – sowie eine Stabilität des Temperaturprofils innerhalb von ±2°C. Zudem entsteht ein gleichmäßiges Wärmefeld, das thermische Belastungen während des Temperierens und Biegens minimiert. Das System lässt sich von 6 kW auf 60 kW skalieren – es sind sowohl 240-V- als auch 480-V-Versionen erhältlich. Der Trockner kann in neue Produktionslinien integriert werden oder als Ersatz für vorhandene Heizelemente verwendet werden. So ist eine zuverlässige Trocknung bei AR-, AF- sowie Low-E-Beschichtungen möglich, ohne dass das Substrat beschädigt wird.
Warum das passt
In der Solarglasproduktion kommt es vor allem auf Durchsatz und Ertrag an. Der Trockner verkürzt die Zeit, die das Glas in der Beschichtungszone verbringt – dadurch kann mehr Glas pro Stunde bearbeitet werden, ohne dass die Gesamttemperatur der Anlage erhöht werden muss. Der Energieverbrauch sinkt, da die Wärme nur dann bereitgestellt wird, wenn sie benötigt wird – statt dass sie unnötig durch Konvektion verschwendet wird. Das Ergebnis sind weniger Nachbearbeitungen, weniger Verformungen am Glasrand sowie eine gleichmäßige Aushärtung der Beschichtung – egal ob es um Laminierung, Abdichtung von Isolierglas oder Autoglas geht, das strenge optische und mechanische Anforderungen erfüllen muss.
Praktische Details
Near-Infrarot-Strahlung wirkt am besten auf Substrate mit niedriger Strahlungsleistung sowie auf beschichteten Oberflächen. Unbeschichtetes Glas reflektiert mehr Energie – daher muss die Leistung des Trockners auf den Glassort und die Geschwindigkeit der Produktionslinie abgestimmt werden. Für eine ordnungsgemäße Funktion ist außerdem ausreichend Abstand zum Glas nötig sowie eine stabile Stromversorgung. Elektrische Ungleichgewichte können dazu führen, dass Hotspots entstehen. Regelmäßige Überprüfungen der Lampen sowie die Reinigung der Quarzwände sorgen für eine gleichmäßige Wärmeverteilung. Wenn all diese Aspekte berücksichtigt werden, funktioniert der Trockner zuverlässig als fester Bestandteil des Produktionsprozesses.