
Einführung
Wir entwickeln Infrarotheizer mit der Schutzklasse IPX5 – geeignet für die rauen, heißen und feuchten Bedingungen in der Industrie. Man kennt das Szenario: ständiger Wassersprühnebel, Staub sowie hohe Temperaturen, gegen die man einfach nichts ausrichten kann.
Das eigentliche Problem ist nicht nur die Erzeugung von Wärme. Es geht vielmehr darum, was an den Enden der Heizrohre passiert – dort, wo die elektrischen Anschlüsse befinden. Wenn die Abdichtungen dort versagen, beginnen Probleme: Die hohen Temperaturen zerstören die Komponenten, es bildet sich Kohlenstoffablagerungen, und letztendlich führt ein Kurzschluss dazu, dass der Heizer nicht mehr funktioniert.
Deshalb legen wir großen Wert auf den Prozess der Abdichtung der Drähte. Dieser Prozess muss nach höchsten Standards durchgeführt werden – schließlich ist es entscheidend, dass der Innenraum auch unter extremen Bedingungen trocken und stabil bleibt. Nur so kann ein Heizer überleben.
Leistung, Spannung und Größe: Die richtigen Parameter finden
Bei Infrarotheizungen ist die Leistungsdichte entscheidend. Wir spezifizieren diese Geräte in der Regel für eine Spannung von 400 V. Dadurch kann man lange Leitungen verwenden, ohne dass die Spannung abfällt – außerdem bleibt die Temperatur des Heizelements konstant.
Die Länge des Heizrohrs wird entsprechend der Anforderungen gewählt: Es muss lang genug sein, um die jeweilige Fläche zu beheizen, aber gleichzeitig kurz genug, um in den Maschinenraum zu passen. Nehmen wir zum Beispiel ein 300-mm-Heizrohr: Es ermöglicht eine effektive Wärmeerzeugung und stabile Temperaturen.
Aber es gibt einen Trade-off: Je höher die Leistungsdichte, desto mehr Wärme entsteht genau dort, wo sie nicht gewünscht ist. Das Steuerungssystem sowie die Kühlung müssen dem standhalten. Andernfalls besteht die Gefahr eines thermischen Austritts innerhalb des Gehäuses.
Was befindet sich im Inneren? Halogen, Beschichtung und R7-Anschlüsse
Das Heizrohr selbst besteht aus einem mit Halogen gefüllten Quarzkörper, der außerdem mit einer reflektierenden Beschichtung versehen ist. Diese Beschichtung lenkt die Infrarotenergie dorthin, wo sie benötigt wird, und schützt die umliegenden Komponenten vor Strahlung. Zudem verhindert sie das Anhaften von Schmutz auf der Oberfläche – sonst könnte die Leistung sinken und es entstehen Hotspots.
Was die Anschlüsse angeht: Wir verwenden R7-Anschlüsse. Sie bieten einen direkten, festen Kontakt, sodass auch bei hohen Strömen keine Probleme entstehen. Am Eingang der Drähte nutzen wir zusätzliche Schutzmaßnahmen: Keramikisolierung, hochtemperaturbeständiges Silikon sowie eine Kompressionsdichtung. Dieser Schutz sorgt dafür, dass der Heizer auch nach wiederholten Reinigungsprozessen weiterhin funktioniert.
Für schwierige Bedingungen konzipiert
Dieses System wurde für extreme Bedingungen entwickelt – nass, heiß und schmutzig. Es eignet sich ideal für Produktionslinien in der Lebensmittelverarbeitung, Reinigungsstationen, Verpackungslinien sowie Bereiche zur Vorheizung von Kunststoffen.
Die Schutzklasse IPX5 bedeutet, dass der Heizer direktem Wassersprühnebel standhalten kann – ohne dass Feuchtigkeit in die Anschlüsse eindringt. Die abgedichteten Anschlüsse reduzieren außerdem Wartungsaufwand und unplanmäßige Ausfälle.
Man kann den Heizer einfach als Ersatz einsetzen – die Abmessungen bleiben dabei unverändert. Der Vorteil: Zuverlässige Wärmeerzeugung, weniger Fehler durch Isolationsprobleme sowie ein Heizer, der den täglichen Belastungen in einer Industrieanlage standhalten kann.
Man sollte nur ein paar Dinge beachten: Die Spannung muss passen, die Kühlung muss richtig dimensioniert sein – und die Anschlüsse müssen sauber gehalten werden.